
Mengerskirchen, eine hessische Landgemeinde mit 5 Ortschaften, liegt im Landkreis Limburg-Weilburg, an der Grenze zu Rheinland-Pfalz.
Geographisch zählt die Gemeinde zum Ausläufer des östlichen Westerwaldes, dem Oberwesterwälder Kuppenland. Mengerskirchens Landschaft wird durch den 606 m hohen Knoten und bewaldete Basaltkuppen, die das Faulbachtal vom Vöhlerbachtal trennen, geprägt. Das Gemeindegebiet dehnt sich auf rund 30,82 km² aus, da 35% der Fläche ist bewaldet.
In den Jahren 1925 - 1927, zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise, erbaute die katholische Kirchengemeinde das „Schwesternhaus“ in Mengerskirchen. Mehr als die Hälfte der männlichen Bevölkerung fand während dieser Zeit beim Aufbau des Hauses Arbeit, da alle Materialien aus heimischen Bodenschätzen gefördert und weiterverarbeitet wurden. So wurde heimischer Basalt für das Kellerwerk vermauert. Heimischer Ton wurde gebrannt und im gesamten Haus genutzt. Heimische Zimmerleute und Schreiner verarbeiteten heimisches Holz zu Dachstuhl, Fenstern und Türen. Der Schiefer fürs Dach kam aus der nahen Langhecke. So brachte der Bau des Hauses vielen Menschen in dieser schweren Zeit ihr Auskommen.
Mit Fertigstellung des Hauses zogen die „Dernbacher Schwestern“, deren Oberin, Katharina Maria Kasper, die dem Haus ihren Namen gab, ein.
Sie richteten einen Kindergarten, ambulante Krankenpflege, stationäre Altenpflege und eine Nähschule für junge Mädchen ein. Die Nähschule und die Unterweisungen in der Hauswirtschaft ermöglichten es dann vielen jungen Frauen, der Armut des Westerwaldes zu entfliehen und „Stellungen“ bis nach Holland anzunehmen.
Der Kindergarten gab den jungen Frauen, die im Dorf blieben, die Gewissheit, dass ihre Kinder gut versorgt waren, während sie ihrem Nebenerwerb, der Landwirtschaft, nachgingen. Diese Arbeit mussten sie alleine tun, da ihre Männer im Rheinland als Bauhandwerker tätig waren.
Die Kranken- und Altenpflege gab dem Dorf ein menschlicheres Antlitz.
Im Jahr 1958 hatten sich die Zeiten so gewandelt, dass dieses zu seiner Zeit großartige Konzept nicht mehr benötigt wurde. Die Schwestern zogen sich zurück. Die Zivilgemeinde kaufte das Haus und brachte dort bis 1982 ihre Verwaltung unter. Im selben Jahr kauften wir, die Familie Zimmerschied, das Haus und bauten es zu einem Altenpflegeheim mit modernem Standard um. In den ersten 8 Jahren hatte das Haus 17 Heimplätze. In den Jahren 1989 – 1990 machte die große Nachfrage eine Erweiterung auf 41 Bewohnerplätze einschließlich 2 Kurzzeitpflegeplätze notwendig.
Mehr Information finden Sie auf der Webseite von Mengerskirchen